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Am vergangenen
Sonntag (20.01.2008) fand in der katholischen Unterkirche St.
Peter und Paul erstmals eine neue Art von Kindergottesdienst
statt - das Abenteuerland. Es handelt sich dabei um ein neues
Konzept speziell für Kinder im Alter zwischen drei und zwölf
Jahren. Die Idee des Abenteuerlandes ist es, den Kindern auf
eine spielerische und spannende Art und Weise die katholisch-
christliche Lehre zu vermitteln, ihnen das Gefühl von
Geborgenheit in der Gemeinde zu geben und sie somit
kindergerecht mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen.
Pünktlich zu
Beginn des Gottesdienstes trafen viele gespannte Eltern mit
ihren Kindern auf dem Kirchhof ein und betraten gemeinsam die
unteren Räume der Kirche, die eigens für diesen Tag den Namen:
"Spielstraße" erhalten hatten. Dort waren für die Kinder
liebevoll allerlei Spiele vorbereitet worden. Man konnte Dosen
werfen, malen oder auch mit Bauklötzen spielen. Jedes Kind war
unter Aufsicht von Mitarbeiterinnen der Gemeinde und natürlich
auch der Eltern eine halbe Stunde lang begeistert beschäftigt,
und viele fanden unter den zahlreichen Gleichaltrigen neue
Freunde.
Einige der
älteren Kinder kümmerten sich ebenfalls um die Kleinen und
brachten ihnen neue Spiele bei. So verging die Zeit wie im Flug.
Heitere Kindermusik war dann das Signal für Kinder und Eltern,
sich in die Kirche zu begeben, um dort am Gottesdienst
teilzunehmen. Es dauerte natürlich eine Weile, bis sich die
Kinder von den vielen bunten Spielsachen getrennt und alle in
der Kirche Platz genommen hatten.
Pastoralreferent
Peter Duttweiler hieß die Gottesdienstteilnehmer herzlich
willkommen und zählte gemeinsam mit den Kindern einen Countdown
bis zum Beginn des Gottesdienstes, was den Kindern große Freude
bereitete, da sie lauthals daran teil nehmen konnten. Es folgte
eine musikalische Einlage der Kirchen-Band - mit Peter
Duttweiler als Lead-Sänger. Die Liedtexte wurden auf einem
Bildschirm gezeigt, sodass jeder, der Lust hatte, mitsingen
konnte.
Kindergerecht und
spannend wurde danach eine Geschichte aus dem Alten Testament
erzählt, sodass sie jedes Kind gut nachvollziehen konnte. Um das
Erzählte zu veranschaulichen wurde die Geschichte in einem
kurzen Theaterstück aufgeführt.
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Damit es den
Kindern nicht langweilig werden konnte und um sie mit
einzubeziehen, wurden Pappschilder hochgehalten, auf denen Sätze
standen, welche die Kinder laut vorlesen sollten. Danach folgte
wieder ein Lied mit dem Namen "Felsenfest ist mein Gott", das
diesmal alle gemeinsam sangen und zu dem einige sogar einen Tanz
einstudiert hatten.
Damit war dann
der erste Teil des Abenteuerland-Gottesdienstes beendet, und die
Kinder begaben sich erneut in den Spielraum, um sich dort in
Kleingruppen - nach Alter getrennt - mit jeweils einer
Mitarbeiterin zusammen zu finden. Ziel der Gruppenarbeit war es,
den Kindern den Stellenwert Gottes in ihrem Leben zu
verdeutlichen und die zuvor in der Kirche gehörte Geschichte zu
besprechen und zu deuten.
Die Kinder, die
alle zuvor selbstgebastelte Namensschilder um den Hals trugen,
nannten Dinge, die in ihrem Leben von besonderer Wichtigkeit
sind. Sie waren sich schnell einig, dass der Glaube an Gott
dabei ganz oben stehen sollte. Die Kleinen waren mit großem
Eifer und Interesse bei der Sache, und jedes Kind wollte etwas
zu dem Thema beitragen. Auch die eben gehörte biblische
Geschichte, deren Inhalt davon handelte, dass es nur einen
einzigen wahren Gott gibt, konnten alle richtig deuten und alle
hatten die Botschaft der Heiligen Schrift verstanden. Dann kamen
die Kinder zurück in die Kirche zu ihren Eltern und beteten
gemeinsam das Vaterunser. Ein letztes Lied wurde angestimmt und
dann war der Gottesdienst zu Ende.
Der
Abenteuerland-Gottesdienst wird zukünftig alle zwei Wochen
stattfinden. Ein alles in allem wirklich gelungener Weg, Kindern
die doch gerade heute oft schwer zu verstehende Botschaft der
"alten" Bilder der Bibel zu vermitteln, welcher es dabei
schafft, das Gotteshaus als einen heiteren und fröhlichen Ort zu
präsentieren. Der Kinderchor der Unterkirche St. Peter und Paul
sucht noch Verstärkung und mit einem solchen Konzept kann man
den Nachwuchs zur aktiven Mitarbeit begeistern.
jk
Mannheimer Morgen
18. Januar 2008 |