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  Katholische Kirche passt sich Bedarf an

Feudenheim: Ein etwas anderer Gottesdienst für die Familie

 

 

Die Katholischen Gemeinden von Feudenheim, Wallstadt und Ilvesheim starten eine große Initiative für Familien. Mit "Abenteuerland" werden ganz besonders Familien mit Kindern im Alter zwischen drei und zwölf Jahren angesprochen. Der Gottesdienst - erstmals am 13. Januar, soll ganz auf diese Personengruppe ausgerichtet sein, daher wird er eben etwas anders sein als der traditionelle Sonntagsgottesdienst.

Im Abstand von drei Wochen öffnen sich an neun Sonntagen, jeweils ab 10.30 Uhr die Pforten der Unterkirche von St. Peter und Paul in Feudenheim. Die Kinder werden freundlich von Mitarbeitern begrüßt und dürfen sich erst einmal in der Spielstraße austoben, ihre Freunde treffen, Basteln oder einfach einer Geschichte zuhören. So wird Kirche zunächst ganz in die Welt der Kinder gebracht. Um 11 Uhr geht es dann rauf in die geschmückte Kirche. Eine Band spielt das "Abenteuerlandlied", die Kinder dürfen sich dazu bewegen und los geht es mit Theater und anderen kreativen Elementen werden den Kindern und den Erwachsenen die Geschichten von Elija und anderen biblischen Gestalten nahe gebracht,

 

 

alles etwas unkonventioneller und peppiger und doch mit Tiefgang, unterbrochen von weiteren Bewegungsliedern. Während die Eucharistiefeier in der Kirche weitergeht, dürfen die Kinder in altersgerechte Kleingruppen und vertiefen dort auf ganz spielerische Weise das Gehörte.

Seit dem Frühjahr bereitet sich ein Vorbereitungsteam um Pastoralreferent Peter Duttweiler auf die "Abenteuerland"-Gottesdienste vor. Neun an der Zahl soll es geben, bevor Bilanz gezogen wird. Der Anstoß kam von einer Fortbildung. Pfarrer Wolfgang Winter macht sich seitdem für das Anliegen stark, noch mehr für Familien zu tun, denn "wenn wir uns in unserer Kirche umschauen, dann ist es nicht 5 vor 12, sondern 5 nach 12" so Pfarrer Winter. Mittlerweile haben sich viele Mitarbeiter der Idee angeschlossen, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und alles fiebert dem Startschuss entgegen. Weitere Informationen im Internet unter www.sse-mannheim-ost.de.                     dir

Mannheimer Morgen
9. Januar 2008

   

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  Feudenheim: Gottesdienst als Erlebnis für die ganze Familie

St. Peter und Paul lockt ins Abenteuerland

 

 

Am vergangenen Sonntag (20.01.2008) fand in der katholischen Unterkirche St. Peter und Paul erstmals eine neue Art von Kindergottesdienst statt - das Abenteuerland. Es handelt sich dabei um ein neues Konzept speziell für Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren. Die Idee des Abenteuerlandes ist es, den Kindern auf eine spielerische und spannende Art und Weise die katholisch- christliche Lehre zu vermitteln, ihnen das Gefühl von Geborgenheit in der Gemeinde zu geben und sie somit kindergerecht mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen.

Pünktlich zu Beginn des Gottesdienstes trafen viele gespannte Eltern mit ihren Kindern auf dem Kirchhof ein und betraten gemeinsam die unteren Räume der Kirche, die eigens für diesen Tag den Namen: "Spielstraße" erhalten hatten. Dort waren für die Kinder liebevoll allerlei Spiele vorbereitet worden. Man konnte Dosen werfen, malen oder auch mit Bauklötzen spielen. Jedes Kind war unter Aufsicht von Mitarbeiterinnen der Gemeinde und natürlich auch der Eltern eine halbe Stunde lang begeistert beschäftigt, und viele fanden unter den zahlreichen Gleichaltrigen neue Freunde.

Einige der älteren Kinder kümmerten sich ebenfalls um die Kleinen und brachten ihnen neue Spiele bei. So verging die Zeit wie im Flug. Heitere Kindermusik war dann das Signal für Kinder und Eltern, sich in die Kirche zu begeben, um dort am Gottesdienst teilzunehmen. Es dauerte natürlich eine Weile, bis sich die Kinder von den vielen bunten Spielsachen getrennt und alle in der Kirche Platz genommen hatten.

Pastoralreferent Peter Duttweiler hieß die Gottesdienstteilnehmer herzlich willkommen und zählte gemeinsam mit den Kindern einen Countdown bis zum Beginn des Gottesdienstes, was den Kindern große Freude bereitete, da sie lauthals daran teil nehmen konnten. Es folgte eine musikalische Einlage der Kirchen-Band - mit Peter Duttweiler als Lead-Sänger. Die Liedtexte wurden auf einem Bildschirm gezeigt, sodass jeder, der Lust hatte, mitsingen konnte.

Kindergerecht und spannend wurde danach eine Geschichte aus dem Alten Testament erzählt, sodass sie jedes Kind gut nachvollziehen konnte. Um das Erzählte zu veranschaulichen wurde die Geschichte in einem kurzen Theaterstück aufgeführt.

 

 

 

Damit es den Kindern nicht langweilig werden konnte und um sie mit einzubeziehen, wurden Pappschilder hochgehalten, auf denen Sätze standen, welche die Kinder laut vorlesen sollten. Danach folgte wieder ein Lied mit dem Namen "Felsenfest ist mein Gott", das diesmal alle gemeinsam sangen und zu dem einige sogar einen Tanz einstudiert hatten.

Damit war dann der erste Teil des Abenteuerland-Gottesdienstes beendet, und die Kinder begaben sich erneut in den Spielraum, um sich dort in Kleingruppen - nach Alter getrennt - mit jeweils einer Mitarbeiterin zusammen zu finden. Ziel der Gruppenarbeit war es, den Kindern den Stellenwert Gottes in ihrem Leben zu verdeutlichen und die zuvor in der Kirche gehörte Geschichte zu besprechen und zu deuten.

Die Kinder, die alle zuvor selbstgebastelte Namensschilder um den Hals trugen, nannten Dinge, die in ihrem Leben von besonderer Wichtigkeit sind. Sie waren sich schnell einig, dass der Glaube an Gott dabei ganz oben stehen sollte. Die Kleinen waren mit großem Eifer und Interesse bei der Sache, und jedes Kind wollte etwas zu dem Thema beitragen. Auch die eben gehörte biblische Geschichte, deren Inhalt davon handelte, dass es nur einen einzigen wahren Gott gibt, konnten alle richtig deuten und alle hatten die Botschaft der Heiligen Schrift verstanden. Dann kamen die Kinder zurück in die Kirche zu ihren Eltern und beteten gemeinsam das Vaterunser. Ein letztes Lied wurde angestimmt und dann war der Gottesdienst zu Ende.

Der Abenteuerland-Gottesdienst wird zukünftig alle zwei Wochen stattfinden. Ein alles in allem wirklich gelungener Weg, Kindern die doch gerade heute oft schwer zu verstehende Botschaft der "alten" Bilder der Bibel zu vermitteln, welcher es dabei schafft, das Gotteshaus als einen heiteren und fröhlichen Ort zu präsentieren. Der Kinderchor der Unterkirche St. Peter und Paul sucht noch Verstärkung und mit einem solchen Konzept kann man den Nachwuchs zur aktiven Mitarbeit begeistern.  

                                                           jk

Mannheimer Morgen
18. Januar 2008

 

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