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Das seelsorgerliche  

 Gespräch
     

 

 

 

Feier der Versöhnung (Beichte)

Der Glaube ist für die Menschen da, nicht die Menschen für den Glauben. Der Glaube an Gott kann das ganze Leben prägen – ohne weltfremd zu sein. Es gibt viele Situationen des Lebens, in denen man einen Menschen braucht, der einem zuhört, Verständnis hat, Rat gibt. Meistens sind das die Partner oder gute Freunde.

Vielleicht gibt es aber auch den Wunsch, das Leben oder eine Situation mit einem Menschen zu besprechen, der nicht nur zuhört, Verständnis hat oder einen Rat geben kann, sondern darüber hinaus versucht, das Ganze gemeinsam im Licht Gottes zu sehen. Dazu ist das seelsorgerliche Gespräch gedacht. Alle pastoralen Mitarbeiter (egal ob Priester, Diakon oder Referent) stehen Ihnen dafür zur Verfügung. Vielleicht haben sie mit einem ja schon eine oder mehrere Begegnungen in anderen Situationen gehabt und etwas Vertrauen gewonnen.

Wenden Sie sich an das Pfarrbüro und verlangen Sie denjenigen des Seelsorgeteams, mit dem Sie sprechen möchten. Ist er nicht unmittelbar verfügbar, wird zeitnah ein Termin vereinbart.

Selbstverständlich ist jedes Gespräch absolut vertraulich! 

Aus einem seelsorgerlichen Gespräch kann eine geistliche Begleitung erwachsen. Immer mehr Menschen entdecken, wie gut es tut, das Leben in regelmäßigen Abständen im Licht Gottes zu betrachten. Die Höhen und Tiefen, der Alltag, alles, was einem beschäftigt, kann da zur Sprache kommen. Mit der Zeit entdeckt man miteinander die Spuren Gottes auf dem Lebensweg. Es gibt Zeit, Gott zu danken, ihn um Hilfe zu bitten oder auch handfest mit ihm zu streiten, wenn das Leben aus der Balance gerät.

Auch dafür stehen Ihnen alle pastoralen Mitarbeiter zur Verfügung.

Die geistliche Begleitung soll aber keine „Zwangsjacke“ sein. Vielleicht braucht es ja nur eine kleine oder etwas längere Phase, in der man dieses Angebot wahrnehmen möchte. Das ist völlig in Ordnung! 

Ein heikles Thema ist unsere Schuld. Die Frage nach dem Bösen, dem Unheil ist so alt wie die Menschheit selbst. Niemand lädt Schuld gerne auf sich, dennoch werden wir immer wieder aneinander, an uns selbst, an der Welt und an Gott schuldig.

Niemand wird seine Schuld alleine wieder los. Es gibt viele Wege, sie zu bemänteln oder zu verdrängen, aber los wird man sie alleine nicht.

Jesus hat als Kern seiner Botschaft die Versöhnung der Menschen: Jesus erzählt bewegende Geschichten über die Versöhnung wie z.B. vom barmherzigen Vater mit den zwei Söhnen. Und in seinem Gebet, dem „Vater unser“ ist die Bitte um Versöhnung sehr wichtig. Jesus hat immer wieder Menschen die Vergebung ihrer Sünden zugesprochen und sie damit geheilt.

Wir brauchen gerade vor Gott unsere dunkle Seite nicht zu verstecken!

Das Beichtgespräch als Sakrament, ist die höchste Möglichkeit, sich und seine Ungereimtheiten vor Gott zu bringen. Es braucht kein Versteckspiel. Gott will nicht mehr und nicht weniger als ein heiles Leben. In der Beichte ist der Priester durch seine Weihe in den Dienst Jesu Christi genommen. Er spricht im Namen und in der Vollmacht Jesu aus: „Ich spreche dich los von deinen Sünden..“

In unserer Gemeinde werden in den Zeiten vor Weihnachten und Ostern verschiedene Beichttermine in der Kirche angeboten. Im Pfarrblatt und im Aushang ist jeweils veröffentlicht, wer zum Beichtgespräch zur Verfügung steht.

Unabhängig davon ist es jederzeit möglich mit einem unserer Priester Kontakt aufzunehmen und mit ihm einen Termin zu vereinbaren.

In unserer Gemeinde stehen Ihnen für den Dienst der Versöhnung gerne zur Verfügung:

Pfarrer Wolfgang Winter, Pfarrer Erich Rappenecker und Regionaldekan Klaus Rapp.