|
|
ILVESHEIM: Frauenkreis
der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Peter gestaltet erstmals die
symbolträchtige Kerze in doppelter die symbolträchtige Kerze in doppelter
Ausführung
© Mannheimer Morgen, Samstag, 07.04.2012
Auf Rohling christliche Motive
gezaubert
Von
unserer Mitarbeiterin Hannelore Schäfer

Auf zwei Rohlinge haben Mitglieder des Frauenkreises der
katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter Ilvesheim christliche Motive
gezaubert. Eine Kerze wird in der Kirche entzündet, die andere in der
Friedhofskapelle Nord.
Feuer war schon in der Antike ein heiliges Element: Die
überlieferte Deutung für das Ende des kalten, dunklen Winters wird im
christlichen Osterritus zum Symbol der Auferstehung. Jesus, das Licht der
Welt, bricht die Finsternis des Todes. An keiner Kerze entzünden sich so
viele Hoffnungen wie an der Osterkerze. Der Frauenkreis der katholischen
Pfarrgemeinde Sankt Peter Ilvesheim hat erstmals die symbolträchtige Kerze
selbst gestaltet und das gleich in doppelter Ausführung. Die größere der
beiden Kerzen kommt in die Kirche, und die etwas kleinere findet ihren Platz
in der Friedhofskapelle Nord.
"Beim vorösterlichen Treffen unseres Frauenkreises im
vergangenen Jahr hat jede von uns eine kleine Osterkerze für sich und die
Familie angefertigt", erzählt Doris Wieder. Bereits damals entschieden sich
die beteiligten Frauen für das gleiche Motiv wie jetzt bei den großen
Kerzen. Auch das Gestalten der zentralen Osterkerze für die Gemeinde habe
man bereits seinerzeit ins Auge gefasst. "Aber leider konnten wir unser
Vorhaben nicht umsetzen, die Kerze war bereits im österlichen Ornat
bestellt", bedauerte Wieder.
Die Frau mit dem kreativen Händchen nahm in Sachen Osterkerze
einen zweiten Anlauf, und in diesem Jahr kam die Anfrage des Frauenkreises
rechtzeitig. Anstatt vorgefertigter Osterkerzen wurden Rohlinge zum freien
Gestalten geordert. "Dann fertigt bitte gleich zwei an, wir brauchen auch
eine für die Friedhofskapelle Nord", brachte Pfarrsekretärin Annette Reis
das österliche Double zur Sprache. In der Friedhofskapelle wird jeden
Samstag die Vorabendmesse gehalten, sie ist eine zentrale Anlaufstelle für
Gottesdienstbesucher aus Ilvesheim, Wallstadt und Feudenheim. "Ich hätte
nicht gedacht, dass wir die Motivgestaltung für zwei Kerzen an einem Abend
hinkriegen", meinte Anni Wawra rückblickend. Es sei erfreulich gewesen, dass
die meisten des 15 Frauen zählenden Kreises mitgeholfen hätten, ergänzte
Gertraud Dietrich.
Sonnenstrahlen als Mittelpunkt
Arbeit gab es genug: Schablonen wurden angefertigt, die
Farben für das Kreuz festgelegt, Einzelteile aus den Wachsplatten
geschnitten und am Ende wurde das Ganze zusammengesetzt. Das Kreuz wirkt
anhand seiner ungleichen Enden versetzt und die verschiedenen Rottöne
verleihen dem Werk eine gewisse Dynamik. Zusammen mit den Sonnenstrahlen als
Mittelpunkt versinnbildliche es den Auferstehungsgedanken, erklärte Cosima
Pender-Schmitt.
Tatsächlich hebt sich der feinblättrige gelbe Strahlenkranz
auf symbolhafte Weise vom Untergrund ab. "Das war es auch, was uns an diesem
Motiv besonders gut gefallen hat", stellt Sieglinde Dreher fest. Außerdem
habe die Farbauswahl ein harmonisches Gesamtbild ermöglicht, bemerkt Sibylle
Belz. Nachdem in einem zweiten Arbeitsgang den Kerzen das Motiv endgültig
"aufgedrückt" wurde, traf sich zum Abschluss ein kleiner Kreis, um die zuvor
erhitzten Nägel mit den Wachsköpfen auf den Kerzen zu befestigen. "Sie
symbolisieren die fünf Wundmale, die Jesus bei der Kreuzigung erlitten hat",
erläutert Barbara Hefner. Neben der Jahreszahl tragen die Osterkerzen die
griechischen Buchstaben Alpha und Omega (Anfang und Ende) - Jesus als Anfang
und Ende der Welt. Am Karsamstag wird die für die Kirche bestimmte
Osterkerze am Osterfeuer entzündet und anschließend in das dunkle Gotteshaus
getragen. Die Weitergabe des Feuers an die Gemeinde gehört zu den
stimmungsvollsten Elementen einer Osternacht: Mit den Kerzen sollen Licht
und Wärme in die Welt getragen werden.
© Mannheimer Morgen, Samstag, 07.04.2012
|
|
zurück |
| |

Ein frohes Wiedersehen mit Schwester
Ildefonsa
Am 13. Juli um 12 Uhr
startet die 35-köpfige Reisegruppe mit
einem nagelneuen Bus nach Gengenbach.
Anni Wawra begrüßt ihre Mitglieder und
die Gäste herzlich. Mit dem frischen
Fahrtenlied Wem Gott will rechte
Gunst erweisen wird die Absicht,
den Tag gemeinsam zu erleben, deutlich
spürbar.
In Gengenbach angekommen,
werden wir schon von Schwester Ildefonsa
erwartet und auf der Veranda der
Konditorei Birnbräuer gibt es
natürlich viel zu erzählen.
Anschließend ist ein
Besuch der Kunst- und
Paramentenwerkstätten des Klosters
angesagt. Eine sehr interessante Führung
durch die vielseitigen Themen des
religiösen Kunsthandwerks eröffnet
Einblicke in die bewundernswerte Arbeit
der Menschen, die auf diese Weise ihre
Fähigkeiten und Begabungen in den Dienst
der Verkündigung der christlichen Lehre
gestellt haben.
In den Gengenbacher
Werkstätten werden derzeit
handgefertigte Kerzenrohlinge veredelt,
also für vielerlei Anlässe kunstvoll
beschriftet und bemalt.
In der
Paramentenstickerei bemüht man sich, der
starken Nachfrage gerecht zu werden. Der
Überbegriff Paramente beinhaltet alle
textilen Artikel, die in der Liturgie
Verwendung finden, angefangen vom
einfachen Altartuch bis hin zum
kostbaren Messgewand. Zum Ende der
Exkursion bedankt sich Frau Wawra bei
der Ehrwürdigen Schwester Roswitha für
die lebendige und bildhafte Vermittlung
vieler neuer Einsichten.
Vor dem
Gottesdienstbesuch in der Klosterkirche
begibt sich die Reisegruppe noch zum
Friedhof, um der verstorbenen ehemaligen
Gemeindeschwestern Benedicima und
Archangela zu gedenken.
Der Tagesausklang erfolgt
im Gasthaus Engel in
harmonischer Atmosphäre und die
Heimfahrt gestaltet sich, von Gesängen
begleitet, kurzweilig heiter. / geho
|
|
|