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ILVESHEIM: Frauenkreis der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Peter gestaltet erstmals  die symbolträchtige Kerze in doppelter die symbolträchtige Kerze in doppelter Ausführung

 

© Mannheimer Morgen, Samstag, 07.04.2012

 

Auf Rohling christliche Motive gezaubert

 

Von unserer Mitarbeiterin Hannelore Schäfer

 

Beschreibung: MM_30-R_mrn_1_430012215.jpg

 

 

Auf zwei Rohlinge haben Mitglieder des Frauenkreises der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter Ilvesheim christliche Motive gezaubert. Eine Kerze wird in der Kirche entzündet, die andere in der Friedhofskapelle Nord.

 

Feuer war schon in der Antike ein heiliges Element: Die überlieferte Deutung für das Ende des kalten, dunklen Winters wird im christlichen Osterritus zum Symbol der Auferstehung. Jesus, das Licht der Welt, bricht die Finsternis des Todes. An keiner Kerze entzünden sich so viele Hoffnungen wie an der Osterkerze. Der Frauenkreis der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Peter Ilvesheim hat erstmals die symbolträchtige Kerze selbst gestaltet und das gleich in doppelter Ausführung. Die größere der beiden Kerzen kommt in die Kirche, und die etwas kleinere findet ihren Platz in der Friedhofskapelle Nord.Beschreibung: Click here to find out more!

"Beim vorösterlichen Treffen unseres Frauenkreises im vergangenen Jahr hat jede von uns eine kleine Osterkerze für sich und die Familie angefertigt", erzählt Doris Wieder. Bereits damals entschieden sich die beteiligten Frauen für das gleiche Motiv wie jetzt bei den großen Kerzen. Auch das Gestalten der zentralen Osterkerze für die Gemeinde habe man bereits seinerzeit ins Auge gefasst. "Aber leider konnten wir unser Vorhaben nicht umsetzen, die Kerze war bereits im österlichen Ornat bestellt", bedauerte Wieder.

Die Frau mit dem kreativen Händchen nahm in Sachen Osterkerze einen zweiten Anlauf, und in diesem Jahr kam die Anfrage des Frauenkreises rechtzeitig. Anstatt vorgefertigter Osterkerzen wurden Rohlinge zum freien Gestalten geordert. "Dann fertigt bitte gleich zwei an, wir brauchen auch eine für die Friedhofskapelle Nord", brachte Pfarrsekretärin Annette Reis das österliche Double zur Sprache. In der Friedhofskapelle wird jeden Samstag die Vorabendmesse gehalten, sie ist eine zentrale Anlaufstelle für Gottesdienstbesucher aus Ilvesheim, Wallstadt und Feudenheim. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir die Motivgestaltung für zwei Kerzen an einem Abend hinkriegen", meinte Anni Wawra rückblickend. Es sei erfreulich gewesen, dass die meisten des 15 Frauen zählenden Kreises mitgeholfen hätten, ergänzte Gertraud Dietrich.

Sonnenstrahlen als Mittelpunkt

Arbeit gab es genug: Schablonen wurden angefertigt, die Farben für das Kreuz festgelegt, Einzelteile aus den Wachsplatten geschnitten und am Ende wurde das Ganze zusammengesetzt. Das Kreuz wirkt anhand seiner ungleichen Enden versetzt und die verschiedenen Rottöne verleihen dem Werk eine gewisse Dynamik. Zusammen mit den Sonnenstrahlen als Mittelpunkt versinnbildliche es den Auferstehungsgedanken, erklärte Cosima Pender-Schmitt.

Tatsächlich hebt sich der feinblättrige gelbe Strahlenkranz auf symbolhafte Weise vom Untergrund ab. "Das war es auch, was uns an diesem Motiv besonders gut gefallen hat", stellt Sieglinde Dreher fest. Außerdem habe die Farbauswahl ein harmonisches Gesamtbild ermöglicht, bemerkt Sibylle Belz. Nachdem in einem zweiten Arbeitsgang den Kerzen das Motiv endgültig "aufgedrückt" wurde, traf sich zum Abschluss ein kleiner Kreis, um die zuvor erhitzten Nägel mit den Wachsköpfen auf den Kerzen zu befestigen. "Sie symbolisieren die fünf Wundmale, die Jesus bei der Kreuzigung erlitten hat", erläutert Barbara Hefner. Neben der Jahreszahl tragen die Osterkerzen die griechischen Buchstaben Alpha und Omega (Anfang und Ende) - Jesus als Anfang und Ende der Welt. Am Karsamstag wird die für die Kirche bestimmte Osterkerze am Osterfeuer entzündet und anschließend in das dunkle Gotteshaus getragen. Die Weitergabe des Feuers an die Gemeinde gehört zu den stimmungsvollsten Elementen einer Osternacht: Mit den Kerzen sollen Licht und Wärme in die Welt getragen werden.

 

© Mannheimer Morgen, Samstag, 07.04.2012

 

 

 

 

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Ein frohes Wiedersehen mit Schwester Ildefonsa

Am 13. Juli um 12 Uhr startet die 35-köpfige Reisegruppe mit einem nagelneuen Bus nach Gengenbach. Anni Wawra begrüßt ihre Mitglieder und die Gäste herzlich. Mit dem frischen Fahrtenlied Wem Gott will rechte Gunst  erweisen wird die Absicht, den Tag gemeinsam zu erleben, deutlich spürbar.

In Gengenbach angekommen, werden wir schon von Schwester Ildefonsa erwartet und auf der Veranda der Konditorei Birnbräuer gibt es natürlich viel zu erzählen.

Anschließend ist ein Besuch der Kunst- und Paramentenwerkstätten des Klosters angesagt. Eine sehr interessante Führung durch die vielseitigen Themen des religiösen Kunsthandwerks eröffnet Einblicke in die bewundernswerte Arbeit der Menschen, die auf diese Weise ihre Fähigkeiten und Begabungen in den Dienst der Verkündigung der christlichen Lehre gestellt haben.

In den Gengenbacher Werkstätten werden derzeit handgefertigte Kerzenrohlinge veredelt, also für vielerlei Anlässe kunstvoll beschriftet und bemalt.

In der Paramentenstickerei bemüht man sich, der starken Nachfrage gerecht zu werden. Der Überbegriff Paramente beinhaltet alle textilen Artikel, die in der Liturgie Verwendung finden, angefangen vom einfachen Altartuch bis hin zum kostbaren Messgewand. Zum Ende der Exkursion bedankt sich Frau Wawra bei der Ehrwürdigen Schwester Roswitha für die lebendige und bildhafte Vermittlung vieler neuer Einsichten.

Vor dem Gottesdienstbesuch  in der Klosterkirche begibt sich die Reisegruppe noch zum Friedhof, um der verstorbenen ehemaligen Gemeindeschwestern Benedicima und Archangela zu gedenken.

Der Tagesausklang erfolgt im Gasthaus Engel  in harmonischer Atmosphäre und die Heimfahrt gestaltet sich, von Gesängen begleitet, kurzweilig heiter. / geho

   
     
 

 

 

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